• Alexa Niedermann

Der Umgang mit kindlichen Frustrationen verunsichert Eltern

Selbst- und Co-Regulation in der Erziehung


Der Umgang mit unseren Kindern lässt uns immer wieder an uns selber zweifeln. Diese Verunsicherungen gehören einfach zum Elterndasein dazu und sind keinesfalls Indikatoren für fehlenden, elterlichen Instinkt und/oder fehlende Intuition. Verunsicherungsgefühle in unserer Rolle als Eltern, lassen uns reflektierter und achtsamer mit herausfordernden Situationen umgehen. Sie sind daher wichtig und «gesund».



Eine besondere Herausforderung ist ein kompetenter Umgang mit starken Frustrationsreaktionen unserer Kinder. In vielen Situationen wird unser eigenes Stresssystem aktiviert, wir sind innerlich angespannt. Lassen wir uns in diesen Situationen von unseren Impulsen als Eltern leiten, werden wir mit grosser Wahrscheinlichkeit kontraproduktiv reagieren. Daher ist es wichtig, dass wir unsere eigenen Emotionen regulieren können, um adäquat auf unser Kind einzugehen. Gelingt uns diese Selbstregulation, können wir sicher sein, dass es unserem Kind längerfristig auch gelingen wird.


In solchen Situationen können wir uns maximal auf unsere Intuition verlassen. Mit Intuition wird das eigene Erfahrungswissen angesprochen. Zugewandt und kompetent zu regulieren, gelingt denjenigen Menschen gut, welche die Gelegenheit bekamen, einen förderlichen Umgang mit Kindern mitzuerleben (z.B. mit den eigenen Eltern).

Wenn wir als Eltern den Anspruch haben die eigene passende «Haltung» zu finden, uns zu reflektieren und aktiv an der Eltern-Kindbeziehung zu arbeiten, müssen wir unsere eigenen Ambivalenzen und Unsicherheiten aushalten.

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